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Extremwertstatistik mit Xtremes
Prof. Dr. R.-D. Reiss & Dr. M. Thomas
Fachbereich Mathematik
Universität-Gesamthochschule Siegen
Die statistische Fragestellung besteht darin, kleine/grosse Quantile oder andere Funktionalparameter der unteren/oberen Flanke einer Verteilung zu bestimmen. Nichtparametrische Methoden sind üblicherweise nicht (oder nur unzureichend) anwendbar, da der interessierende Parameter am Rande des Datenbereichs liegt. Als Lösung dieses Problems bietet es sich an, eine lokale parametrische Modellbildung für die untere/obere Flanke der Verteilung vorzunehmen und die geschätzte Verteilung zur Schätzung des Funktionalparameters heranzuziehen. Die Modellwahl und die Einschätzung der Validität des parametrischen Modells wird damit zur zentralen Frage. Von der konventionellen, parametrischen Statistik unterscheidet sich dieses Gebiet auch dadurch, dass man von den üblichen Gauss-Modellen Abschied nehmen muss, die eher für das Zentrum einer Verteilung von Interesse sind. Im Vordergrund stehen nun Extremwert- und verallgemeinerte Pareto-Modelle für den Wertebereich und Zählprozesse - wie Poisson-Prozesse - für den Zeitbereich.
Es ist naheliegend, die geschilderten Fragestellungen mittels einer interaktiven, speziell auf den Untersuchungsgegenstand zugeschnittenen Software zu untersuchen.
Das Video.
Windows media.
Heidelberg, 1999.
Xtremes benutzt auch XPL (zukünftig StatPascal genannt), eine in Xtremes integrierte Pascal-nahe textuelle Programmiersprache. Sie unterstützt vektor- und matrixorientierte Operationen, ist aber im Gegensatz zu den üblicherweise in statistischer Software verwendeten Sprachen streng typisiert und ermöglicht daher die Compilierung und schnelle Ausführung von Programmen.
Z. Zt. wird an einer statistischen Programmierumgebung, bestehend aus Xtremes, StatPascal und XGPL, gearbeitet, wobei die graphische, statistische Programmiersprache XGPL über CORBA-Schnittstellen als komponenten-integrierende Sprache konzipiert ist. Xtremes kann über seine offenen CORBA-Schnittstellen auch von anderen Systemen genutzt werden, während XGPL Komponenten aus anderen Programmen verwenden kann.
Das Video.
Windows media.
Heidelberg, 2000.